“Was mache ich hier?” ist eine legitime Frage in zahlreichen Lebenssituationen. “Was macht Herr O. seit zweieinhalb Wochen in Bochum?” aber auch.
Also zunächst einmal lerne ich hier (jawohl, ich lerne! während ihr Olympia guckt oder wenigstens Loempia esst), dass Bochum nicht Bochum, sondern Bō-hóng heißt.
Zum zweiten lerne ich deutsche Volkslieder. Oder chinesische. Ganz klar ist das nicht. Zumindest erzählte die Dame, die gegen Ende des kleinen Videos so engagiert herumdirigiert, dass sie bis zu ihrem 20. Lebensjahr fest davon überzeugt war, es handle sich bei dem hier von meinen Mitstudenten und mir dargebotenen Liedgut um eine ureigene Komposition aus dem Land der Mitte. Das erklärt natürlich dann auch einiges Andere.
Der übersetzte Text lautet (ungefähr):
“Ich habe einen gelben Hund / Der heißt “Munter” / Du hast eine weiße Katze / Die heißt “Freundlich” / “Freundlichmunter” schließen Freundschaft / “Munterfreundlich” nennen einander Brüder / Egal ob sie schlafen, egal ob sie spielen / Sie sind immer zusammen.”
Wenn die Chinesen ‘gelb’ sagen, meinen sie übrigens eigentlich ‘braun’.
Gute Grüße aus dem Bō-hónger Regenwald,
Ralf
Ich freue mich über dieses neue Blog, das eine (illusorische?) Art Verbindung zwischen Dir und uns alten Europäer schafft.
Was für eine Abenteuer!
Mut, nur Mut…
Marie
Das hoffe ich! Dass es eine Verbindung wird, meine ich. Für mich in meinem nicht mehr ganz so jungen Leben die erste dieser Art, und insofern freue auch ich mich auf/über dieses Blog und bin sehr gespannt darauf, ob mir das ein oder andere Erlebte/Geschriebene/Fotografierte vielleicht/möglicherweise etwas bekannt vorkommt … wie: wie hieß es doch gleich … “meyo”?!
Schwester S.